Kampagnenspiel
Kampagnenspiel und Regeln
Das Kampagnenspiel soll den Söldnern die Möglichkeit geben, sich einen erweiterten Spielhintergrund für ihren Charakter und das Söldnerheer insgesamt zu erspielen. Welcher Tätigkeit geht ein Söldner nach, der nicht auf dem Feldzug kämpft? Wo lebt er oder sie in dieser Zeit? Woher kommt das Geld, von dem die Söldnerin lebt und woher hat sie das tolle neue Schwert? Einfach gesagt, soll das Spiel eine Antwort geben auf die Frage: "Was hast du dieses Jahr seit dem letzten Feldzug so gemacht?"
Das Kampagnenspiel kann beliebig intensiv bespielt werden. Die nachfolgenden Regeln sind in aufsteigender Komplexität angeordnet. Es ist jederzeit möglich, tiefer einzusteigen oder sich wieder aus dem Spiel heraus zu nehmen. Alles was im Kampagnenspiel passiert, ist als Spielangebot gedacht und wir werden nie jemanden dazu zwingen, etwas auszuspielen, worauf er oder sie keine Lust hat. Insgesamt soll das Kampagnenspiel Herausforderungen bieten, welche das tiefere Bespielen und die Weiterentwicklung des Spielercharakters fördern.
- Du willst im Discord mit anderen Söldnern (IT) diskutieren und verhandeln? Kein Problem, besprich die Entwicklung der Stadt, vereinbart einen Handel, streitet um den besten Bauplatz oder gründet einen Stammtisch im Shamous Inn.
- Du willst ein eigenes Haus in der Stadt und dieses selbst von Grund auf errichten? Willkommen im Ressourcenspiel!
- Du willst dir ein Haus kaufen aber nix mit komplizierten Regeln zu tun haben? Such dir im Discord jemanden, der das Haus gegen Silber für dich baut oder einen Wohnplatz vermietet. Sprich mit dem Schmied, wenn du ein neues Schwert brauchst.
- Du willst einfach nur gegen Geld arbeiten? Es gibt ein schwarzes Brett mit Aufgaben für dich!
Gerne dürft ihr euch mit euren eigenen Ideen und Vorschlägen einbringen. Wenn ihr Fragen habt, wendet euch einfach an Nikolai oder Haydn!
Die vier Stufen des Kampagnenspiels
Das Kampagnenspiel ist aktuell in vier aufsteigend komplexe und zeitintensive Stufen aufgeteilt. Zwischen diesen Stufen darf jederzeit hin- und hergewechselt werden. Ihr könnte also einfach einsteigen und euch nach und nach tiefer ins Spiel begeben. Möchtet ihr nach einiger Zeit nicht mehr am Spiel teilnehmen oder es pausieren, dann markieren wir euren Charakter als inaktiv und frieren dessen Status ein, bis ihr wieder daran teilnehmen wollt. Die einzelnen Stufen sind:
- Das Hintergrundspiel: Die einfachste Form des Kampagnenspiels. Hauptsächlich IT/OT-Discordspiel mit Einfluss auf das Stadtspiel und gelegentlichen Plot-Elementen.
- Das Erkundungsspiel: Deckt die Karte um die Söldnerstadt auf und entdeckt dort Ressourcen, Schätze oder Plot.
- Das Finanzspiel: Erspielt euch euren Lebensunterhalt durch Söldnerarbeit und andere Aufträge. Nutzt das Geld für Anschaffungen, Essen und einen Schlafplatz.
- Das Ressourcenspiel: Produziert Waren, handelt und tauscht diese mit anderen Charakteren und setzt sie ein um eure Ziele zu erreichen.
Das Hintergrundspiel
Das Hintergrundspiel ist sozusagen das Kampagnenspiel light. Der Charakter empfindet eine gewisse Zugehörigkeit zu den Söldnern und der neuen Söldnerstadt, so dass er einen Teil seiner Zeit dort verbringt und sich am dortigen Alltag beteiligt. Der Charakter kann:
- am IT-Discordspiel teilnehmen und dort mit den anderen Charakteren interagieren. Er kann sich an Entscheidungen in der Stadt beteiligen und Aufgaben oder gar Ämter übernehmen.
- seinen Sold vom Sommerfeldzug ausgeben um Dinge von anderen Spieler*innen zu kaufen ("Wo hast du die neue Rüstung her?") oder spenden um Projekte in der Stadt zu unterstützen.
- Aufträge am schwarzen Brett annehmen, z.B. Geleitschutz- und andere Söldneraufträge, Arbeit auf der Baustelle oder Expeditionen ins Ungewisse. Evtl. wartet auch ein wenig Hintergrundstory auf euch.
- am Plot teilnehmen. Auf jeder Veranstaltung und im Laufe des Kampagnenspiels werden Plotelemente entdeckt, die es zu lösen gilt. Löst zusammen Rätsel, deutet alte Textpassagen und entdeckt die Geschichte des Landes, auf dem wir siedeln.
Das Erkundungsspiel
Es ist jetzt möglich, die Karte rund um die Söldnerstadt aufzudecken. Dort findet ihr Ressourcen-Vorkommen für das Ressourcen-Spiel, Land zum Bebauen, möglicherweise den ein oder anderen Schatz und auch Plot für das Kampagnenspiel und kommende Cons. Im Kanal #ot-erkundungsspiel wird ein regelmäßiges Update gepostet. Hier können Spieler*innen schreiben, welchen Teil der Karte sie erkunden wollen. Dabei können sie, müssen aber nicht, das Ganze auch in #it-stadtgespräche ankündigen oder davon berichten.
Regeln
Die Regeln sind sehr simpel: Auf der Karte sind verschiedene Marker eingezeichnet. Diese Marker haben einen Gelände-Typ, welcher darauf hinweist, was dort gefunden werden kann. Das Erkunden eines solchen Markers dauert ca. 15 Tage (eine Spielrunde) in Echtzeit. Das heißt, der Charakter ist in dieser Zeit damit beschäftigt, das Land zu erkunden und zu kartografieren. Gerne darf der Charakter in dieser Zeit trotzdem am IT-Spiel teilnehmen. Dafür ist der Charakter dann in der Stadt zu Besuch um eine Pause zu machen. Er kann aber in dieser Zeit nicht im Ressourcenspiel arbeiten um Waren herzustellen oder andere Aufträge außerhalb der Stadt annehmen. Er ist ja beschäftigt.
Ist ein Marker auf der Karte erkundet, so wird kreisförmig darum die Karte aufgedeckt. Hierbei werden in der Regel weitere Marker zugänglich gemacht, welche dann wiederum erkundet werden können. Außerdem werden die verfügbaren Ressourcen an der entsprechenden Stelle aufgedeckt, z.B. eine Population von Wildschweinen im Wald oder ein Eisenerzvorkommen im Gebirge. Diese Ressourcen können von da an im Ressourcenspiel genutzt werden, sobald z.B. eine Jagdhütte oder ein Minenschacht errichtet wurden.
Ressourcenvorkommen sind nicht unendlich. Um die Größe eines Vorkommens zu bestimmen, muss ein Experte (z.B. Jägerin, Bergarbeiter) die Ressourcen weiter untersuchen. Das dauert dann wiederum eine Spielrunde. Hierdurch wird verhindert, dass die Ressourcen überraschenderweise zur Neige gehen oder eine Tierpopulation gar ausgelöscht wird. Andere Entdeckungen teile werden der erkundenden Person direkt im Discord mitgeteilt. Es wird dann abgeklärt, wie sich die Entdeckung auswirkt und/oder das Ganze ausgespielt werden kann.
Das Finanzspiel
Ein Söldner benötigt ordentlich Silber, um sich Essen, einen Schlafplatz und Ausrüstung zu finanzieren. Alleine das Essen für ein Jahr kommt bei den gängigen Marktpreisen (Landhanse informiert!) auf ca. 400 Silber. Auch deshalb wurde beschlossen, den Sold im Heer von 1 auf 10 Silber pro Schlacht anzuheben. Ein typischer Feldzug gegen den Untod bringt also etwa 60 Silber für Schlachten ein. Das ist nicht wenig Geld, jedoch nicht genug, um davon leben zu können. Im Finanzspiel bekommt ihr die Möglichkeit, die Finanzen eures Söldners etwas realistischer zu bespielen.
Im Finanzspiel bekommt jeder Spielercharakter eine Art Bankkonto, auf dem das Geldvermögen dokumentiert ist. Dieses Geld kann dann genutzt werden, um Anschaffungen zu bezahlen, Essen und Unterkunft zu finanzieren oder am Ressourcenspiel teilzunehmen. Das dokumentierte Geld muss nicht der komplette Besitz des Charakters sein. Es stellt lediglich den Betrag dar, der ihm im Kampagnenspiel zur Verfügung steht.
Es wird verschiedene Möglichkeiten geben, um Geld zu verdienen, z.B.:
- Der Sold vom Feldzug kann vom Soldzettel oder aus dem Soldbuch ins Kampagnenspiel übertragen werden.
- Der Charakter kann Aufträge im Hintergrundspiel annehmen. Er ist dann eine Weile unterwegs oder beschäftigt, bekommt aber eine faire Bezahlung, die auf das Konto gutgeschrieben wird.
- Im Erkundungsspiel gefundene Schätze und andere Fundsachen können in Geld umgewandelt werden.
- Der Charakter kann im Ressourcenspiel Geld verdienen, indem er Waren produziert und verkauft oder für Geld an Projekten mitarbeitet.
- Andere Spieler*innen können Auftragsarbeiten am schwarzen Brett ausschreiben, welche sie dann vom eigenen Konto bezahlen.
Einstieg
Der Einstieg ins Finanzspiel ist sehr simpel. Spieler*innen suchen sich einfach eine der folgenden Startbedingungen aus und teilen diese der Spielleitung mit. Der Hintergrund sollte natürlich zum bespielten Charakter passen. Play to struggle ist hier das Motto.
- Tagelöhner*in: Startet ohne Geld. Du bist ein Niemand und musst dir alles hart erarbeiten. Wenn du am Ressourcenspiel teilnehmen willst, erhälst du eine Wertmarke Gemüse geschenkt. Ansonsten hat der Charakter genug Essen für vier Spielrunden bzw. zwei Monate.
- Söldner*in: Startet mit 100 Silbermünzen. Du hast ein wenig Silber vom letzten Auftrag übrig. Alles weitere musst du dir erarbeiten.
- Krösus: Startet mit bis zu 750 Silber nach eigenem Ermessen. Zusätzlich hat ein Krösus ein passives Einkommen von 30 Silber pro Spielrunde (alle zwei Wochen, solange er/sie aktiv spielt). Ein Krösus hat Besitztümer, einen Betrieb oder ein Erbe außerhalb der Söldnerstadt. Diese Rolle sollte eine Ausnahme für reiche Charaktere sein.
Ein Charakter im Finanzspiel sollte sich um das eigene Essen und eine Unterkunft im IT-Spiel kümmern. Natürlich steht es euch frei, wie streng ihr dieses Element bespielen wollt. Niemand wird euch vorschreiben, dass euer Charakter hungert oder auf der Straße schlafen muss, wenn ihr euch eine Zeit lang nicht damit beschäftigen wollt oder könnt. Es könnte aber den Hintergrund eures Charakters bereichern, wenn ihr auf dem nächsten Schlachtzug von euren Erlebnissen und Herausforderungen erzählt.
Ressourcenspiel
Das Ressourcenspiel soll die Wirtschaft und die Entwicklung der Söldnerstadt im Stil eines typischen PC- oder Brettspiels mit Aufbaucharakter abbilden. Spielercharaktere erspielen sich Ressourcen in Form von Wertmarken, die sie dann wiederum tauschen, handeln oder einsetzen können, um ihre Ziele im Spiel zu erreichen. Wertmarken werden durch drei verschiedene Symbole dargestellt: ![]()
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Die Basics
Die Grundidee ist, dass jeder aktive Charakter vier Wertmarken pro Monat produzieren kann, wenn die entsprechenden Voraussetzungen dafür gegeben sind. Das heißt z.B., ein Holzfäller kann pro Monat vier
Rohholz herstellen. Die Ressourcen kann er dann weiterverarbeiten (z.B. Bretter aus Rohholz herstellen) oder sie einsetzen, um bestimmte Projekte zu unterstützen (z.B. den Bau eines Hauses). Er kann sie aber auch an andere Charaktere verkaufen oder tauschen.
Um eine funktionierende Wirtschaft mit unterschiedlichsten Warenkette aufzubauen, braucht es mehrere Charaktere mit sich ergänzenden Fähigkeiten. Es müssen also möglichst alle Spielenden zusammen arbeiten um die Söldnerstadt zu errichten.
Das Spiel soll möglichst unkompliziert ablaufen. Die Regeln wurden entwickelt, um ein faires und interessantes Spiel zu gewährleisten. Sie sind auch dafür gedacht, dass ein Zusammenspiel mit anderen Kampagnenspielfraktionen möglich ist, wenn gewünscht. Falls euch die Regeln zu kompliziert oder unklar erscheinen, fragt einfach bei Nikolai oder Haydn nach!
Updates zum Ressourcenspiel findet ihr im Discord im Kanal #ot-ressourcenspiel.
Die unterschiedlichen Wertmarken
Eine Wertmarke repräsentiert die Waren, welche ein Charakter in ca. einer Woche herstellen kann. Vergütet werden diese jeweils zum 1. und 16. Tag des Monats. Das heißt, eine Spielrunde dauert ca. zwei Wochen und ein Charakter stellt in dieser Zeit bis zu zwei Wertmarken her. Der Gegenwert einer Marke orientiert sich am Marktwert der Waren und den durchschnittlichen Lohnkosten in den entsprechenden Berufen.
Es gibt drei Kategorien von Wertmarken:

- Unverarbeitete Ressourcen und Nahrungsmittel: z.B. Lehm, Rohholz, Eisenerz, Getreide, Fisch. Diese Waren stellen Ressourcen dar, die abgebaut, gejagt oder geerntet werden können. Die Voraussetzung dafür ist eine passende Quelle in der Natur oder ein angelegtes Feld auf fruchtbarem Boden. Gegenwert einer
sind ca. 30 Mitrasperanische Silber (MS).
- Verarbeitete Ressourcen und Nahrungsmittel: z.B. Lehmziegel, Schnittholz, Werkzeuge, Grobes Brot, Bier, Gepökelter Fisch. Dies sind Waren, die handwerklich aus anderen Ressourcen hergestellt werden können. Vorraussetzung hierfür ist eine spezialisierte Werkstatt und das Vorhandensein der passenden Ausgangsressourcen. Gegenwert einer
sind ca. 45 MS.
- Luxusgüter und Militärische Ausrüstung: z.B. Waffen, Rüstungen, Schmuck, Schnaps, Feine Backwaren. Diese Waren sind hochwertige und teure Erzeugnisse, welche nur von Meistern ihres Faches angefertigt werden können. Die Herstellung ist meist teuer und aufwendig. Gegenwert einer
sind ca. 60 MS.
Wertmarken können innerhalb des Stadtspiels frei gehandelt werden. Die Wertangaben oben sind dabei nur ein Richtwert. Der wahre Wert kann sich je nach Situation und Verhandlungsgeschick ändern. Wertmarken können auch verschenkt werden, solange es dem Spiel dient und die Ware realistisch transportiert bzw. gelagert werden kann. Alternativ können (unbenötigte) Waren auch an die Landhanse verkauft oder für Projekte innerhalb der Stadt gespendet werden. Bitte handelt dabei realistisch im Sinne eures Charakters.
Generierung von Wertmarken

Die einfachste Form von Wertmarken sind unverarbeitete Ressourcen und Nahrungsmittel. Sie haben die geringsten Voraussetzungen und können direkt aus einer Quelle abgebaut werden. Für natürlich vorkommende Ressourcen bedeutet das, dass eine Quelle im Erkundungsspiel entdeckt worden sein muss. Solange diese Quelle nicht versiegt, kann ein Charakter hier Wertmarken produzieren.
Kultivierte Nahrungsmittel wie Getreide und Feldgemüse müssen dagegen auf fruchtbarem Boden gepflanzt werden. Ein Charakter muss also zuerst ein Feld anlegen und sich festlegen, wie er es bewirtschaften möchte. Ähnliches gilt für domestizierte Tiere. Sie benötigen eine Weide oder einen Stall. Zusätzlich müssen die ersten Tiere erst von Außerhalb herangeschafft werden.
Eine effiziente Produktion von Wertmarken ist nur möglich, wenn der Charakter gesättigt ist und das passende Werkzeug zur Verfügung hat. Näheres dazu wird #Nahrung_und_Werkzeug unten erklärt. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, so kann ein Charakter zwei
pro Spielrunde produzieren.
Veredelung
Höherwertige Wertmarken müssen aus anderen, meist einfacheren Wertmarken hergestellt werden. Der Prozess ist dabei etwas schwieriger als der Abbau von Ressourcen. Neben den Bedingungen für Nahrung und Werkzeug benötigt ein Charakter eine passende Werkstatt, um Wertmarken der Qualitäten
und
herzustellen.
Für jede höherwertige Wertmarke gibt es ein oder mehrere Rezepte, welches deren Zusammensetzung beschreibt. Es müssen also existierende Wertmarken verbaucht werden um wertvollere Marken zu erschaffen.
Folgendes Beispiel: Eine Handwerkerin möchte Rohholz zu Schnittholz veredeln. Sie benötigt dafür eine
Rohholz und eine Spielrunde Zeit. Sie braucht außerdem eine Werkstatt (Sägewerk) in der sie arbeiten kann. Sie nutzt dafür das folgende Rezept:
- Rezept Schnittholz:
Rohholz → 
Schnittholz
Die #Rezepte in der Liste am Ende dieser Seite sind vielfältig und benötigen mitunter bis zu drei verschiedene Grundzutaten. Jedes Rezept ist dabei jedoch gleichwertig, d.h. der Wertgewinn pro Qualitätsstufe ist gleich. Die Liste ist nicht vollständig. Wenn ihr Vorschläge für eigene Rezepte habt, teilt uns diese einfach mit und wir erweitern die Liste.
Import von Wertmarken
Charaktere, die Händler*innen darstellen, können Waren importieren, statt sie zu produzieren. Ein Händlercharakter kann zwei beliebige Wertmarken der Stufen 1 oder 2 pro Spielrunde importieren. Jedoch müssen diese Waren erst besorgt werden. Das heißt, die Wertmarken stehen erst nach einer gewissen Zeit zur Verfügung. Für
sind das zwei Spielrunden, für
sind es vier Runden. Händler*innen benötigen Werkzeuge (um die Schiffe instand zu halten) sowie Nahrung um arbeiten zu können. Es ist wünschenswert, dass Händler*innen den Einkauf realistisch erklären können, z.B. durch Handelsspiel mit anderen Fraktionen.
Wertmarken können in begrenztem Umfang auch extern eingekauft werden. Der externe Handel findet über die Landhanse statt, welche eine Gebühr für Transport, Lagerung und Sicherheit der gehandelten Waren einfordert. Das hat vorallem einen spieltechnischen Hintergrund. Die importierte Menge an Waren soll begrenzt sein, damit das Stadtspiel fair, spannend und auch fordernd bleibt. Nikolai besorgt Waren zum mindestens doppelten Preis
: 60 MS,
: 90 MS,
nach Verhandlung. Der Import dauert dabei immer vier Spielrunden. Die Verfügbarkeit von bestimmten Waren wird auch immer begrenzt sein. Der Import über Spielercharaktere sollte im Vordergrund stehen.
Nahrung und Werkzeug
Niemand, der in der Söldnerstadt wohnt, wird verhungern. Jeder Charakter kann genug Nahrung heranschaffen, um irgendwie zu überleben. Entweder hat man ein karges Gemüsefeld hinter dem eigenen Haus, man isst die Reste vom letzten Feldzug oder man bettelt eben vor dem Moorhirsch. Inaktive Charaktere werden also niemals Hunger leiden.
Wer jedoch produktiv sein möchte, benötigt genügend richtiges Essen in Form vom Wertmarken. Je höher die Qualität des Essens, desto länger kann ein Charakter davon leben bzw. desto länger kann er arbeiten. Eine
z.B. Getreide, Fisch, Pilze versorgt einen Charakter für 4 Spielrunden. Eine
z.B. Grobes Brot, Stockfisch, Räucherfleisch versorgt einen Charakter für 8 Spielrunden. Eine
z.B. Feines Brot, Pasteten versorgt einen Charakter für 12 Spielrunden. Dabei kann eine Wertmarke mit anderen Charakteren geteilt werden, also können z.B. vier Charaktere mit einer
Pilze für eine Spielrunde arbeiten.
Anmerkung: Realismus hinsichtlich Menge und Haltbarkeit
Auch Werkzeuge sind notwendig um effizient zu arbeiten. Dabei gibt es immer einen Verschleiß, so dass mit der Zeit neue Werkzeuge in Form von Wertmarken beschafft werden müssen. Hier gilt die Grundregel: Eine
Werkzeug versorgt einen Betrieb mit 1-3 Charakteren (z.B. Zwei Holzfäller im selben Waldabschnitt oder 3 Handwerkerinnen im Sägewerk) für 12 Spielrunden (halbes Jahr). Hat ein Charakter keine Werkzeuge zur Verfügung, so muss er improvisieren und die Produktivität fällt um die Hälfte. Wertmarken der Stufe
können nicht ohne Werkzeug hergestellt werden.
Projekte
Projekte sind Bauvorhaben oder andere Aktionen, die den Einsatz von Wertmarken und Arbeitszeit benötigen. Beispiele sind die Konstruktion von Belagerungswaffen, das Ausgraben von Ruinen, die Reparatur von Gebäuden und Wehranlagen oder das Zusammenstellen einer Expedition.
Projekte haben Kosten in Form von Wertmarken, welche für den Beginn eines Projektes zur Verfügung stehen müssen. Zusätzlich haben sie Kosten in Form von Arbeitszeit, welche in Personenrunden angegeben sind. 4 Personenrunden bedeuten z.B., dass eine Person vier Runden oder vier Personen eine Runde Zeit investieren müssen, um das Projekt abzuschließen. Personen, die an einem Projekt arbeiten, können in dieser Zeit nicht erkunden oder Wertmarken produzieren.
Ein typisches Projekt ist der Bau eines Wohnhauses oder einer Werkstatt. Je nach Größe und Form des Gebäudes werden dabei unterschiedliche Kosten fällig. Ein einfacher Bretterverschlag kann mit ein wenig Schnittholz in wenigen Wochen von einer Person errichtet werden. Ein protziges Stadthaus mit Steinfundament und Fachwerk wird dagegen einige Wertmarken und die Arbeitszeit mehrere Charaktere in Anspruch nehmen. Die Anforderungen des Projekts richten sich also nach den Wünschen an die Qualität des Gebäudes. Unabhängig von der Größe wird auch immer eine
Werkzeug benötigt, welche dabei verbraucht wird. Dies stellt den Verschleiß von Werkzeug sowie die verarbeiteten Nägel usw. dar.
Sprecht mit Nikolai oder Haydn um die Kosten eines Projekts zu ermitteln. Wir dokumentieren den Baufortschritt und zeichnen für euch neue Gebäude auf der Stadtkarte ein.
Ressourcen und Rezepte
Waren
Unverarbeitete Ressourcen
|
Verarbeitete Waren
|
Luxus- und Militärgüter
|
Rezepte
| Zutat | → | Ergebnis | Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| Baumaterial | |||
| → | Sägewerk | ||
| ½ |
→ | Brennofen | |
| ½ |
→ | Brennofen | |
| ½ |
→ | Steinhauerei | |
| ½ |
→ | Steinhauerei | |
| ½ |
→ | Steinhauerei | |
| ½ |
→ | Brennofen | |
| ½ |
→ | Brennofen | |
| → | Steinhauerei | ||
| ½ |
→ | Brennofen | |
| ½ |
→ | Brennofen | |
| Handwerksmaterial | |||
| ½ |
→ | Brennofen | |
| ½ |
→ | Brennofen | |
| → | Kohlemeiler | ||
| ½ |
→ | Rennofen | |
| ½ |
→ | Rennofen | |
| ½ |
→ | Rennofen | |
| ½ |
→ | Rennofen | |
| ½ |
→ | Rennofen | |
| → | Gerberei | ||
| → | Gerberei | ||
| → | Weberei | ||
| → | Weberei | ||
| → | Weberei | ||
| → | Weberei | ||
| → | Seilerei | ||
| → | Seilerei | ||
| → | Papierwerkstatt | ||
| → | Papierwerkstatt | ||
| → | Papierwerkstatt | ||
| → | Feinwerkstatt | ||
| → | Feinwerkstatt | ||
| → | Feinwerkstatt | ||
| ⅓ |
→ | Schmiede | |
| ⅓ |
→ | Böttcherei | |
| Nahrungsmittel | |||
| ½ |
→ | Brauerei | |
| ½ |
→ | Kelterei | |
| ½ |
→ | Kelterei | |
| ½ |
→ | Kelterei | |
| ½ |
→ | Kelterei | |
| → | Mühle | ||
| ⅔ |
→ | Backstube | |
| ⅔ |
→ | Räucherkammer | |
| ⅔ |
→ | Räucherkammer | |
| ⅔ |
→ | Trockenkammer | |
| ⅔ |
→ | Trockenkammer | |
| Luxusgüter | |||
| → | Schreinerei | ||
| → | Kunstwerkstatt | ||
| → | Kunstwerkstatt | ||
| → | Kunstwerkstatt | ||
| ½ |
→ | Kunstwerkstatt | |
| ⅔ |
→ | Kunstschmiede | |
| ⅔ |
→ | Kunstschmiede | |
| ⅓ |
→ | Kunstschmiede | |
| ½ |
→ | Schneiderei | |
| ½ |
→ | Schneiderei | |
| ⅓ |
→ | Schneiderei | |
| ½ |
→ | Bäckerei | |
| ½ |
→ | Bäckerei | |
| ½ |
→ | Bäckerei | |
| ½ |
→ | Distillerie | |
| ½ |
→ | Distillerie | |
| ½ |
→ | Distillerie | |
| ½ |
→ | Distillerie | |
| ½ |
→ | Labor | |
| Militärgüter | |||
| ½ |
→ | Schmelzofen | |
| ½ |
→ | Waffenschmiede | |
| ⅔ |
→ | Rüstungsschmiede | |
| → | Lederwerkstatt |